Bildungskampagne

So nicht! Schule verändern - Gesellschaft gestalten

23. Bezirksdelegiertenkonferenz

Klausurtagung

Momentan befinden wir uns auf Klausurtagung im wunderschönen Haltern am See...

Herzlich wilkommen auf der Internetseite der BezirksschülerInnenvertretung Düsseldorf!

Da sich unsere Homepage momentan in Überarbeitung befindet, stehen temporär nicht alle Inhalte zur Verfügung.


Einladung zur 23. Bezirksdelegiertenkonferenz

Die 23. BDK findet am Mittwoch, den 21.09.2016 von 9 bis 16 Uhr statt. Auf dieser Wahl-BDK wird der komplette Vorstand und alle weiteren Ämter der BSV neu gewählt. Weitere Informationen folgen in Kürze!

Bis dahin bitte auch die Informationen auf unserer Facebook-Seite beachten. ________________________________________________________________________________________________________________________


Wer an der Bildung spart, spart an der Zukunft! 

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Die Schulpolitik in Düsseldorf stellt keinesfalls eine erfreuliche Ausnahme zum Rest des Landes dar; und auch die Landespolitik in NRW stellt uns SchülerInnen Tag für Tag vor Probleme: Unhaltbare Raumbedingungen, gepaart mit nicht nachvollziehbarer Sparpolitik und Lobbyismusfreundlichkeit, geben ein erschreckendes Bild ab. Es ist ein erschreckendes Bild, in dem Schüler und Lehrer – auf Humankapital reduziert – die Belegschaft von Lernfabriken abgeben. Überall zeichnen sich die negativen Folgen der zunehmenden Privatisierung im Bildungswesen in der Schullandschaft ab. Die freie Bildung und die Erziehung von SchülerInnen zu mündigen Bürgerinnen sind in Gefahr!

Daher fordern wir den Stopp jeglicher Unterstützung für Unternehmen und die sofortige Unterbindung von bereits bestehenden Public Private Partnerships (PPP). Schulen und Schulmittel müssen vom Staat finanziert werden. Der Geldmangel des Landes darf nicht mehr als Entschuldigungsgrund geduldet werden. Schulen sind keine Werbeflächen für Firmen und SchülerInnen dürfen von ihnen nicht im Unterricht beeinflusst werden!
 
NRW und seiner Landeshauptstadt mangelt es in Sachen Schule an allem. Seien es genügend Räume, Lehrer generell oder Fachkräfte zur Inklusion und Beschulung Geflüchteter: kaum vorhanden, bedingt durch einen weiteren Mangel, dem an Geld. Hinter all dem steht aber schlussendlich eine falsche Prioritätensetzung und ein falsches Verständnis von Bildung. Es äußert sich in einer Planung und Finanzierung, die für das Wichtigste weder Sinn noch Geld hat. Als Beispiele unpassender Maßnahmen sind die Umwandlung des Georg-Büchner-Aufbaugymnasiums in ein reguläres Gymnasium – vielen SchülerInnen der Realschulen erschwert dies nun zusätzlich den Besuch der gymnasialen Oberstufe – oder auch der Anbau der zukünftigen Gesamtschule Golzheim auf dem Sportplatz des Max-Planck-Gymnasiums zu nennen. Hier werden Probleme nur ansatzweise für einen begrenzten Zeitraum gelöst, statt sie mit genügend finanziellen Mitteln anzugehen, um eine Lösung von Dauer zu finden. Nach wie vor erschreckend finden wir die unverhältnismäßig hohen Investitionen in Prestigeprojekte und die damit verbundene Vernachlässigung des Grundsatzes der Chancengleichheit. Generell fordern wir eine Erhöhung der Etat-Zuweisungen an die Schulen, damit SchülerInnen nicht persönlich mit Aufwendungen wie dem Kopiergeld für die mangelhafte Prioritätensetzung der Schulpolitik aufkommen müssen.
 
Um ausreichend Unterrichtsräume bereit zu stellen, weicht die Stadt aber gerne auf Externe aus, anstatt genug Geld dafür bereit zu stellen; bei diesen Externen handelt es sich unter anderem um RWE, Monsanto und die Bundeswehr.
 
Gerade bei der aktuellen Flüchtlingssituation und den noch nicht absehbaren Auswirkungen auf das Bildungssystem ist die Haltung der Stadt Düsseldorf und des Landes NRW überaus unverantwortlich. Durch den Mangel an Schulplätzen und die Verschleppung von Lösungen riskiert die Politik ein Scheitern der Integration Geflüchteter. Darüber hinaus steht immer noch das missglückte G8-Experiment im Raum, das die Schüler durch immensen Leistungsdruck und Stress bezahlen.
 
In solchen Zeiten nutzt die Bundeswehr durch ihre finanzielle Überlegenheit die Perspektivlosigkeit der SchülerInnen aus. Die Bundeswehr gibt sich als Friedensorganisation aus und propagiert einseitig ihreMeinung. Dabei stellt sich die Bundeswehr als sicheren und normalen Arbeitgeber dar und klärt nicht über mögliche Risiken von Auslands- und Kriegseinsätzen auf. Jährlich werden mehrstellige Milliardensummen in die Bundeswehr gesteckt, welche besser in Bildungseinrichtungen investiert wären.
Diese Kampagne wollen wir wegen der oben genannten Missstände im Sinne der von der LSV konzipierten Inklusiven Ganztags-Gesamtschule (IGGS) ausarbeiten. Dieses Konzept umfasst zum einen die schulische Inklusion; die Umsetzung des gemeinsamen Lernens in heterogenen Gruppen mit Respekt, Akzeptanz, Toleranz und ohne Ausgrenzung sowie der Entwicklung sozialer Kompetenzen.
 
Zum anderen beinhaltet das Konzept den Ganztag; die Schule als Lern- und Lebensraum mit gemeinsamem Essen und verschiedenen kreativen und sportlichen Angeboten. Des weiteren ist die IGGS eine Gesamtschule. Ein wichtiger Punkt der Gesamtschule ist das gemeinsame Lernen in Alters- und leistungsheterogenen Lerngruppen und die Beachtung der Interessen von SchülerInnen. Dies führt zu einem individuell erreichbaren Schulabschluss, der ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht.
 
Die BSV Düsseldorf erkennt diese Missstände und will ihren Teil dazu beitragen, sie zu beheben. Aufgabe des Vorstandes muss es sein, auf Basis dieser Resolution eine Bildungskampagne zu organisieren und voranzutreiben.
 
Wir sind die gewählten Vertreter der Düsseldorfer Schülerschaft. Es ist unsere Pflicht, diese Aufgabe anzunehmen.
 
 
Beschlossen auf der 20. BDK am 13.01.2016 in Düsseldorf. Redaktionell überarbeitet durch den Bezirksvorstand.